Meine Gedanken zur besinnlichen Vorweihnachtszeit

Die besinnliche Vorweihnachtszeit

In den Wochen vor Weihnachten, wenn der erste Schnee die Straßen bedeckt und die Leute Geschenke kaufen, dann ist das für alle eine Zeit um zur Ruhe zu kommen. Kurz, es ist eine leichte und besinnliche Zeit.
Also, so sollte es zumindest sein.
Denn statt Schnee fällt Regen auf die Straßen und zur Ruhe kommt eigentlich niemand so recht. Alle sind im Stress des Geschenkekaufens.

Am schwersten aber ist diese Zeit für Schüler. Man könnnte sagen, die Vorweihnachtszeit ist eher eine „besinnliche Zeit des Lernens“.

Ich selbst kann meine Worte nur bestätigen: In den nächsten drei Wochen schreiben wir vier Schulaufgaben und eine Kurzarbeit und ein paar Exen.
Das heißt, man sitzt daheim oder in der Schule und schwitzt über Mathe, Englisch, Chemie, Latein und lässt sich dabei von einer gemütlich kuschligen Heizung wärmen. So man denn das Glück hat, an selbiger zu sitzen.

Ein Optimist könnte das Ganze so sehen: Ein bisschen menschliche Wärme, Einigkeit, Zusammensein und Wissensmehrung, das ist dann der „schulische Advent“. 😉

Ein Pessimist sieht das Ganze aber vielleicht ein bisschen anders: Man hockt auf engstem Raum aufeinander und wegen der Heizungen und den warmen Klamotten schwitzt man sich zu Tode.

Zur Schwitzerei über den Schulbüchern kommt das Rauchen der Köpfe und schon hat man „weihnachtlichen Smog“.

Man ist sich weiter allgemein darüber einig, dass alle lieber nach Hause wollen, abhängen, relaxen oder zocken.

Gut, positiv zu erwähnen ist vielleicht, dass man zum Streiten, was für viele Menschen die leichteste Übung scheint, keine Kraft mehr hat – wegen der Lernerei. 🙂

Bei den Kleinen ist zudem die Vorfreude auf die Ferien und die damit kommenden Geschenke zu groß, als dass sie etwas im Kopf behalten würden.

Ich interpretiere die schulische Lern-Besinnlichkeit für mich so:
Die Lehrer brauchen Noten. Dringend.
Also müssen die armen Schüler ranklotzen. Nicht schön.

Und wenn ich so weiter darüber nachdenke, liegt die besinnliche Weihnachtszeit zeitlich betrachtet recht dämlich. Jetzt nämlich erst haben die Lehrer die ersten Themen durch und müssen uns arme unbesinnliche Weihnachts-Wichtelchen schreiben lassen. Schulaufgabe um Schulaufgabe, Ex um Ex.

Faszinierend daran finde ich folgendes:
Würde man alle Schulaufgaben als einzelne dicke, rote Farbpunkte auf einem Blatt Jahreskalender-Papier darstellen, dann sähe man überall eine leichte Rottönung. Aber, um Weihnachten herum wäre ein großer, dicker, fetter, roter Fleck! Wobei… ist nicht Rot die Farbe der Weihnacht? Rote Kugeln, rote Weihnachtsmänner, rote Kerzen… Hm… 😉

Das Gute daran ist, es gibt bei allem Leiden 😉 ein Ziel auf ein Leben „nach der adventsbesinnlichen Schulaufgabe“, das täglich näher kommt: Weihnachten!

Obwohl es auch wieder fraglich ist, ob dies nun wirklich so gut ist. Warum?
Ganz einfach: Wochenlang zerreißt einen die Vorfreude, die (Schul-)Stunden vergehen nicht.
Stunden dauern Tage.
Tage dauern Wochen.
Und Wochen Jahre. 😉
Ein weit entfernter Traum, der nur langsam, wie eine einzelne, verirrte Schneeflocke nähergetanzt kommt.

Aber immerhin kann man sich in diesen Wochen auf seine Geschenke freuen und hoffen, dass es das Richtige ist, was dann unterm Weihnachtsbaum liegt.

Ich halte fest:
Zwischen all den Schulaufgaben, den Hausaufgaben, den Übungsaufgaben sollte man in der besinnlichen Vorweihnachtszeit möglichst in allen kleinen Pausen adventlichbesinnlich träumen, hoffen, bangen, sich vor Vorfreude zerrupfen lassen und den ein oder anderen Lebkuchen genießen! 🙂

Eine besinnliche Vorweihnachtszeit wünsche ich euch allen!
Adrian

2 Gedanken zu „Meine Gedanken zur besinnlichen Vorweihnachtszeit

    • Hi Nadine,
      ich wünsche Dir auch eine schöne Vorweihnachtszeit!
      Heute ist es mal besinnlich bei uns weil ich heute endlich mein Zimmer weihnachtlich geschmückt habe. Bisher konnte ich mich nicht dazu aufraffen.
      Gerade lese ich ein Buch und esse Lebkuchen dazu.
      Und vorher habe ich ein paar Vanillekipferl mitgeformt, die meine Mama und mein Bruder gebacken haben. Doch irgendwie sahen meine Kipferl komisch aus und der Teig fühlte sich auch nicht so schön aber interessant an. Die beiden haben dann zu Ende gebacken und ich esse die Kipferl dafür dann mit. 🙂

      Liebe Grüße!
      Adrian

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