Ein gutes Jahr 2015 – mit gleich zwei neuen Einträgen!

Ich wünsche euch und uns ein wunderschönes Neues Jahr mit Gesundheit,
Glück und Momenten der Ruhe!
Und mir wünsche ich, dass das neue Jahr besser beginnt als das alte Jahr
endete.

Ich hab nun schon eine ziemlich lange Zeit keinen Text mehr online gestellt.
Bitte seht es mir nach! Mein letztes Jahr war sehr ereignisreich!

Ich habe die 10. Klasse mit einem Eins-Komma-Schnitt abgeschlossen, worauf ich sehr stolz bin! Ich habe also jetzt quasi den Realschulabschluss.

Ich habe neue Freunde gefunden, was mich sehr glücklich macht.

Und ich habe einen Verlust erlitten, der mir sehr wehtut.

Ich habe aber auch ein neues Hobby gefunden, was mich ausfüllt wie keines zuvor:
Ich lerne JAPANISCH! Und es macht mir so viel Spaß! Ich denke, dazu werde ich mal einen eigenen blogblatt-Eintrag verfassen.

Aber jetzt ist ein neues Jahr und dieses wird besser, da bin ich ganz sicher!
Ich bin jetzt in der Q-Stufe, in der 11. Klasse. Das bedeutet, dass jede Note, die ich bekomme, keine bloße Note mehr ist sondern in Punkten ausgedrückt wird: 15 Punkte sind dann sozusagen eine 1+ und unter 3 Punkten sollte man besser nicht haben. 😉
Jeder Punkt zählt schon jetzt ins Abitur rein.
Das heißt, ich muss jede Klausur, jede Kurzarbeit und jedes Referat so gut wie möglich schaffen, was sehr anstrengend ist. Ich lerne gerade sehr viel bzw. bereite mich sehr viel vor.

Aber jetzt lest erst einmal meinen neuen Eintrag! Ich habe ihn „Verrat“ genannt.
Ich bin gespannt auf eure Meinungen und freue mich wieder auf Kommentare!

Vielleicht kennt ihr diese Gefühle, über die ich schreibe, auch? Sie sind nicht nett und sie sind nicht angenehm aber sie gehören zum Leben dazu.
Und ich weiß  jetzt schon, dass ich nach Leiden auch wieder Freude haben werde!

Euer Adrian

Eine Feld-, Wald- und Wiesenblume (inspiriert durch den Deutschunterricht!)

Im Deutschunterricht haben wir das Gedicht „Es ist alles eitel“ von Andreas Gryphius durchgenommen.
Und nachdem ich das Gedicht endlich verstanden habe, was eine Weile gedauert hat 😉 weil es recht „barock“ geschrieben ist, ging mir die eine Zeile nicht mehr aus dem Kopf:

„Als schlechte Nichtigkeit / als Schatten / Staub vnd Wind;
Als eine Wiesen-Blum / die man nicht wider find’t.
Noch wil was ewig ist kein einig Mensch betrachten!“

Und dann hab ich mir die Wiesenblume als Menschen vorgestellt.
Denn wenn man mal durch eine Stadt geht, zum Beispiel am Wochenende, ist es sehr voll. Man sieht eine Menge Menschen. Selbst wenn man sich einen Menschen aus dieser Menge aussuchen würde, würde auch er in der Menge wieder „verschwinden“. Man würde ihn nicht wiedererkennen. So, das war mein Anfangsgedanke.

Aber irgendwie wurde aus diesem Gedanken während des Schreibens meines Textes dann ganz was anderes, was mir aber auch gefällt. 🙂

Aber lest mal selbst:

Eine Feld-, Wald- und Wiesenblume

Eine Blume auf einem Feld.
Sie steht da, sie wiegt sich sanft im Wind, umgeben von hundert, tausend anderen.
Es ist einfach eine Blume, eine Blume wie jede andere auch. Sie wirkt so unbeschwert, wie sie da so steht und im Wind leicht schwankt.

Doch der Schein trügt:
Denn als normale, einfache und schlichte Wiesenblume ist das Leben schwer.
Wird man nicht im Sturm weggeweht oder verdurstet man nicht in der Sommerhitze dann wird man vielleicht einfach plattgetrampelt oder noch schlimmer, gar gefressen.
Vielleicht wird man aber auch einfach nur weggemäht.
Es kann einer Wiesenblume auch passieren, dass sie gepflückt wird. Sie landet dann in irgendeiner Vase und leidet ohne den geliebten Wind vor sich hin. Unfähig, irgendetwas dagegen zu tun.

Das Leben ist hart, so als einfache Feld-, Wald- und Wiesenblume.

Leichter haben es da auf jeden Fall die Tulpen und die Rosen! Ja sogar die Veilchen und die Stiefmütterchen leben komfortabler als die Wiesenblumen.
Sie werden zwar auch mitunter von Schädlingen geplagt.
Aber die werden für sie vertrieben.
Auch sie stehen manchmal frierend in Wind und Wetter. Doch sie werden stabilisiert.
Und sie bekommen im Sommer extra Wasser gereicht damit sie nicht vertrocknen.
Um diese privilegierten Blumen, die Tulpen, Rosen, Veilchen, kümmert man sich liebevoll.

Manchmal spricht sogar jemand mit ihnen.
Sie führen ein gutes Leben!

Aber mit den schlichten, unscheinbaren, so gar nicht besonders aussehenden Blumen am Wegesrand, auf der Wiese, am Feldrain, redet niemand.
Meist werden sie nicht einmal entdeckt.
In heißen Sommern gar Wasser gereicht bekommen? Pusteblume.
Das Leben ist schon hart. Als Löwenzahn, als Zichorie, als Klatschmohn am Ackerrand, als welke Blume.
Sie sind einfach da, bilden den gefälligen aber nie bemerkten bunten Rand der Wiesen und Felder.
Vergehen sie, kommt, ohne Trauer um sie, eine neue nach. Ein unbemerktes Kommen und Gehen…

Wie wunderbar muss da doch das Leben der Schönen sein?
Wenn eine solche Blume geht, wissen es alle! Alle beklagen den Verlust.
In den Reihen der ¨Besonderen¨ ist eine Lücke, die sofort bemerkt wird – und dann bekommt eine neue Zierdeblume ihren Platz, den Platz derjenigen, die nicht mehr ist oder derjenigen, die nicht mehr Zierde genug war…
Ein Kommen und Gehen… auch hier…

Aber immer kommt eine Rose für eine Rose.
Eine Tulpe für eine Tulpe.
Eine Lilie für eine Lilie.

Einen Löwenzahn aber wird man dort nie finden.

Doch worin unterscheiden sich Rose und Löwenzahn  – außer im Aussehen?

 

Schule und Erinnerungen

So, hier bin ich wieder!

Wegen des Schulbeginns in der letzten Woche hat es nun eine Weile gedauert aber jetzt schreibe ich endlich weiter.

Ich habe mich ja eigentlich schon seit Beginn der Ferien wieder auf die Schule gefreut denn ich bin jetzt in der 10. Klasse und damit Oberstufe.

Ja, nur noch zwei Jahre dann habe ich mein Abi…

Das neue Jahr hat also begonnen.

Ich verbinde ein neues Schuljahr immer mit so etwas wie einer Geburt: Alles ist neu und unbenutzt, das ganze Schuljahr liegt noch vor einem.

Aber immer wenn etwas Neues beginnt, denke ich auch an etwas Vergangenes. In dem Fall denke ich an meine vergangenen Schuljahre. Da gab es schöne und lustige aber auch traurige und schreckliche Momente.

An einigen dieser Momente möchte ich euch heute teilhaben lassen.
Beginne ich mit den unschönen Erinnerungen, denn das Beste kommt immer zum Schluss. 🙂

Ich denke zurück, es war die erste Klasse, ich war gerade eingeschult worden.

Am Anfang gab es natürlich wie überall im Leben spezielle Regeln: Zum Beispiel mussten wir uns am Ende der Hofpause auf dem Schulhof immer an einen bestimmten Baum anstellen und dort gemeinsam auf unsere Lehrerin warten und mit ihr zusammen wieder zum Klassenzimmer gehen.

So, nun waren wir aber alle noch kleine Kinder und da ist es vielen Kindern noch wichtig, dass man Erster ist. Mir war das am Anfang eher egal. Doch ich war unbeliebt, galt als uncool weil ich keinen Fußball mochte, keine Witze verstand und mich als Autist für die anderen manchmal merkwürdig verhielt.

Nun wollte ich aber nicht mein Leben lang allein und ein Außenseiter sein. Ich hatte nie jemanden, mit dem ich reden konnte, der mir, außer meinen Eltern und Freunden der Familie, zuhörte. Es fühlte sich so leer in mir an, so allein. Ich fühlte mich einsam, ohne jemandem zum Festhalten.

Ich kam also zu dem Schluss, dass, wenn ich vielleicht auch mal als Erster am Baum stehe, ich vielleicht auch ein bisschen mehr Achtung und Anerkennung bekomme.

Doch der Schuss ging nach hinten los:
Ich stand als Erster am Baum aber statt mich zu bewundern, fingen alle Jungs an, mindestens zehn waren es, mich zu schubsen und zu schlagen.
Ich wusste nicht was ich machen sollte und schlug zurück und brüllte, dass ich doch einfach nur der Erste gewesen war.
Das Ende vom Lied war, dass ich mich, wie immer,  ganz hinten, weit weg vom Baum wiederfand und weinte.
Der Kommentar der Lehrerin war, dass ich mich wegen eines Platzes nicht so aufregen soll…

So war das so ziemlich immer wenn ich versuchte mich einzugliedern.

Und niemand aus der Schule hat mir geholfen. Wirklich niemand.
Niemand verstand, was ich eigentlich wollte: Nicht mehr immer alleinsein.
Mal lieb mit jemandem reden können.
Mal lieb von jemandem angesprochen werden.
Ich war nie laut oder so.
Ich habe niemals jemanden angegriffen oder provoziert.
Aber ich war allein.

Das zweite Erlebnis schlimmer Natur, von dem ich erzählen möchte, passierte in der 6. Klasse am Gymnasium:
Hier wurde ich, wie in den ersten Jahren der Grundschulzeit auch, pausenlos geärgert.
Am schlimmsten war der Kunstunterricht, dabei war die Lehrerin ganz nett zu mir. Das hat mir letztendlich aber nicht geholfen.

Jedenfalls saß ich mal wieder in der Doppelstunde Kunst. Die Aufgabe bestand darin, eine Erfindung zu zeichnen. Ich wählte dafür einen sich selbst befeuernden Ofen.
In dieser Doppelstunde rempelten etwa fünf Jungs abwechselnd aller paar Minuten an meinen Tisch, sodass er wackelte, meine Blätter und Stifte verrutschten und ich mich ständig vermalte.
Von hinten bewarfen sie mich, wie auch schon so oft, mit dreckigen Taschentüchern, zusammengeknülltem Papier und anderem Dreck.
Ich habe sie mehrfach, erst leise, später laut und verärgert, gebeten, mich in Ruhe zu lassen.
Aber nichts passierte.
Sie lachten, machten weiter und fragten höchstens: „Ja, was ist denn?“ oder „Was denn…?“ und lachten wieder.
Die Lehrerin machte gar nichts.
Die Jungs stießen weiter permanent an meinen Tisch, lachten und es ging immer weiter. Die ganze Doppelstunde über.
Als ganz schlimm empfand ich das gemeine Lachen.
Ich fühlte mich durch dieses Lachen schwach und machtlos und noch mehr allein als sonst.

Diese Doppelstunde gibt wieder, was ich fast täglich am diesem Gymnasium erlebte:
Ich, der Seltsame, der Fußball immer noch nicht mochte, sich im Sportunterricht nur komisch bewegte (es war mir zu voll, laut, chaotisch, ich wusste nicht wirklich, was ich gerade tun sollte), in den Pausen auf dem Schulhof am liebsten allein vor mich hinlief, ich galt eben als uncool und komisch. So einer gehörte nicht zu den „anderen“.

Und so kam immer öfter die Aussage von meinen Mitschülern:
„So ein Spasti wie Du hat auf dem Gymnasium nichts verloren!“
„Ey, Du Spasti, was willst’n Du auf dem Gym?“
„Du bist eben komisch, dann wirst Du eben geärgert, ist doch normal!“

Und dieses Erlebnis war noch nicht einmal das Schlimmste, was ich dort erlebte. 🙁

Zum Glück war diese überwiegend schlimme Zeit nach diesem Schuljahr vorbei und für mich begann ein Neuanfang:
In einer neuen Schule, in einer neuen Klasse und mit vielen neuen Erkenntnissen! 🙂

Und damit kommen wir zu einem schönen Erlebnis meines Schullebens. 🙂

Das 7. Schuljahr befand sich im 2. Halbjahr und ich wurde von meinen Klassenkameraden zunehmend angenommen und akzeptiert.
Das lag vor allem daran, dass gleich zu Beginn des Schuljahres eine große Aufklärung der Klasse und der Lehrer durch die Schulpsychologin über Autismus stattfand.
Das war sehr wichtig! Denn sonst hätten mich viele sicher auch nicht verstanden oder verstehen können:
Warum niemand meinen Tisch anfassen sollte, dass ich grad zu Beginn gern allein sitzen wollte, dass ich bei starker Lautstärke sehr schlimmes Kopfweh bekomme und kurz rausgehen muss, dass ich manchmal mit dem Stuhl kipple, dass ich auch manchmal einfach Sätze scheinbar sinnlos wiederhole…
Denn das alles kann auf andere schon seltsam wirken.

Einmal, es war gerade in der großen Pause, die Jungs waren im Pausenhof, die Mädels oben im Klassenzimmer, wie ich auch, sagte eine Klassenkameradin mitten in einer Unterhaltung zu mir:
„Adrian, ich mag dich!“  🙂

Diesen Moment habe ich mir für immer gemerkt! Nur der Satz „Ich mag dich“.

Er bedeutete und bedeutet mir sehr, sehr viel.

Nicht weil dieser Satz etwas mit Liebe zu tun hatte sondern weil er für mich das Zeichen war, dass ich endlich an der neuen Schule, in meiner neuen Klasse angekommen war.

Und ich wurde nicht nur akzeptiert und angenommen sondern werde sogar wirklich gemocht!
Ich hatte jetzt das Gefühl, mein Leben hatte sich wieder eingerenkt.

Das ist sehr kurz beschrieben, ich weiß, aber sie, diese Erinnerung, hat bis heute eine große und wichtige Bedeutung für mich:
Jemand mag mich (jemand, der nicht aus meiner Familie ist 😉 ) und sagt mir das auch so lieb!

Mein Leben war vor dem Schulwechsel aus meiner Sicht zerstört und ich hatte so viel verloren von meinem Selbstbewusstsein, meinem Selbstvertrauen.

Nach diesem Satz „Adrian, ich mag dich!“ hat sich in mir alles verändert.
Dieser Satz hat mich vollständig wiederaufgebaut und repariert.
Und auf diesem wieder reparierten Fundament baue ich bis heute auf.

Es folgten an meiner jetzigen Schule noch viele weitere schöne Momente.

Mittlerweile bin ich ein fester Bestandteil der Klasse geworden, der sogar zwei Freunde hat, etwas mit ihnen unternimmt und einfach glücklich ist.

Ja, solche und ähnliche Erinnerungen geistern gerade zum Schulbeginn durch meinen Kopf.
Ich genieße es, meine eigene gute Entwicklung sozusagen an mir vorüberziehen zu sehen.

Was habt ihr für Schulerinnerungen?
Ich bin sehr gespannt!

Adrian

Eine ganze Woche voller Formeln, Zahlen und Einzelteile

Hallo Leute,
wie geht es euch?

Hier ist ein neuer Eintrag, auf den ihr sicher schon sehnsüchtig gewartet habt. 🙂

Diesmal schreibe ich über das ESFZ, das Erlanger-Schüler-Forschungszentrum.
Ich mache dort bereits zum zweiten Mal mit.
In diesem ¨Camp¨ widmet man seine Zeit ganztags der Physik: Fünf Tage, eine ganze Woche lang, von neun Uhr früh bis sechs Uhr am Abend.
Es stehen einem dabei sozusagen (fast 😉 ) alle Mittel des Projektpraktikums des Departements Physik der naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni zur Verfügung.

Man kann dort teilnehmen um eigene Projekte umzusetzen, die man vielleicht für Wettbewerbe entwickeln will oder die einen einfach nur so interessieren.
Man kann aber auch beispielsweise eine Seminararbeiten dort schreiben und die entsprechenden Experimente dazu durchführen.

Ich nehme aus reinem Interesse teil und baue dieses Mal eine LED-Lampe. 🙂

Ich fühle mich dort wahnsinnig wohl. Das sei erstmal gesagt.
Alle Schon-Physiker, Bald-Physiker, Promovierenden-Physiker, Doktoren der Physik und die Leitung  (eine Professorin) sind  wahnsinnig nett, offen, umkompliziert, hilfsbereit und tolerant.

Als schönes Beispiel für die ganz aktuell von mir empfundene und erfahrene Hilfsbereitschaft und Toleranz möchte ich euch heute gern folgendes berichten:
In der Mittagspause gehen wir alle, Forschungscampteilnehmer und Betreuer (all die Physiker der Uni, die uns im Camp betreuen) zusammen in die Mensa um dort zu essen. Normal, wie eben alle anderen Studenten auch.
Das heißt aber auch, dass es immer sehr voll ist. 🙁  Nicht gut, für mich… 🙁
Nur, wann immer ich  in dieser Mensa bin, denke ich:¨Einmal und nie wieder!¨
Mir wird ganz fürchterlich heiß und ich verkrampfe zunehmend.
Ich kann mich nicht in der Schlange anstellen um mir mein Essenstablett von der Ausgabe abzuholen.
Es geht einfach nicht.
Dann müsste ich in dieser schrecklichen Menschenschlange anstehen, wo sich alles zu heiß, zu eng, zu bunt, zu laut, zu chaotisch anfühlt. Ich habe das Gefühl, die Orientierung zu verlieren, bekomme Herzrasen und hab das Gefühl, in Panik zu verfallen.
Nein, ich kann mich da nicht anstellen.
Denn an der Ausgabe müsste ich die Ausgabe-Leute ansprechen und ihnen sagen, dass ich zum Beispiel das Fleisch oder die Kartoffeln oder das Gemüse nicht auf dem Teller haben möchte.  UND DAS GEHT GAR NICHT! Ich KANN sie einfach nicht darauf ansprechen. 🙁
Und ich kann auch nicht, mitten in einer Menge stehend, mir ein Schälchen (Salat) von der Ausgabe nehmen. Ich kann es einfach nicht. 🙁

Tja, aus diesen Gründen konnte ich gestern nichts mitessen. Ich habe mich einfach an den Rand zu meinen Leuten an den Tisch gesetzt und ihnen beim Essen zugesehen und versucht, mich zu unterhalten.  Das habe ich dann schon irgendwie geschafft.
Dabei wird sogar das Essen bezahlt… 😉
Gut, allein die Vorstellung, was ich schaffen müsste um an mein Essen zu gelangen, bewirkt, dass ich so gestresst bin, dass ich schon gar keinen Hunger habe. Doch ich muss etwas essen. Also besprach  meine Mutter das Problem gestern mit mir (sie sagt, es sei wichtig, dass ich wenigstens ein wenig esse) und wir suchten zusammen nach machbaren Lösungen für mich. Wir kamen letztlich darauf, dass ich heute mit einem meiner Tutoren sprechen solle, ihm meine Lage ein wenig erkläre, sodass er mir für mich auch ein Essen von der Ausgabe mitnimmt (ein Schälchen Salat) und zusammen mit seinem Essen einfach mit zum Tisch bringt.
Ja und genauso habe ich es gemacht! Ich erklärte meinem Tutor kurz wieso ich ihn darum bitte und er meinte einfach nur ganz freundlich und eben unkompliziert: ¨Ja klar! Kann ich gern machen!¨ 🙂
Später, in der Mensa angekommen, fragte er mich sogar nochmal, welchen Salat ich gerne hätte.  Da hab ich mich sehr gefreut!
Und dass er ein extra Schälchen für mich mitnimmt, störte auch keinen. Am Tisch dann, zusammen mit den anderen Teilnehmern, sagte auch niemand was. Es war einfach so wie es war, es störte schlicht niemanden! 🙂
Das ist für mich sehr angenehm, weil ich nicht gerne auf diese Schwäche angesprochen werde. Dann fühle ich mich immer unwohl. Vor allem wenn ich die Leute nicht kenne.

Die Mensa war für mich das einzige Problem im ESFZ und das hab ich heute gelöst. 🙂 . Kann es nicht immer alles so einfach sein?
Kann ich nicht immer und von allen Menschen so normal behandelt werden?
Das wäre sehr schön! 🙂

Ansonsten fühle ich mich im ESFZ immer sehr wohl. 🙂 Mit all den anderen Physikern, Doktoren, Mastern, Bald-Mastern und sicher dem ein oder anderen Nerd. 😉

Adrian